Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern beenden
Einführung von Mindestlöhnen hilft vor allem Frauen


Martina Fahlbusch

"Frauen verdienen 100 Prozent, und keinen Cent weniger", fordert Martina Fahlbusch, Kreistagsmitglied der Grünen, zum "Equal Pay Day“, dem „Tag der Entgeltgleichheit" am 20. März. Zusammen mit ihrer Partei kämpft sie dafür, das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern schnellstmöglich abzubauen.

Viele Ursachen

Auch die aktuellsten Zahlen belegen: Deutschland gehört nach wie vor zu den Schlussschlichtern im europäischen Vergleich. Im Durchschnitt verdienen Frauen in Deutschland derzeit 23 Prozent weniger als Männer. Ursachen dafür sind u. a. die hohe Teilzeitquote bei Frauen, familienbedingte Erwerbsunterbrechungen und die schlechtere Bezahlung in als typisch weiblich geltenden Branchen.

Mindestlohn für Frauen

“Die Diskriminierung von Frauen bei der Entlohnung und am Arbeitsmarkt ist nicht nur ein Gerechtigkeitsproblem, sondern verstößt auch gegen die diversen rechtlichen Regelungen zur Gleichstellung der Frau", macht Martina Fahlbusch deutlich. "Um gegenzusteuern, gibt es ein wichtiges Instrument: den gesetzlichen Mindestlohn. Davon würden vor allem Frauen profitieren, nämlich jede fünfte Erwerbstätige." Beispiele für extrem schlecht bezahlte Branchen, in denen vor allem Frauen arbeiten, seien die Floristik oder auch das Frisörhandwerk.

Altersarmut verhindern

“Frauen sind durch die Lohndiskriminierung und ihre geringeren Verdienste oft nicht in der Lage, sich ausreichend sozial abzusichern. Deshalb sind vor allem Frauen von Altersarmut betroffen bzw. bedroht“, weist Martina Fahlbusch auf eine weitere Folge hin. „Der gesetzliche Mindestlohn wäre ein erster Baustein, dies zu ändern.“

Viele Verbesserungsmöglichkeiten

Damit einhergehen müssten aber weitere Maßnahmen. So fordern die Grünen eine diskriminierungsfreie Bewertung typisch weiblicher Tätigkeiten, z. B. eine bessere finanzielle Anerkennung sozialer Berufsleistungen. Sie wollen anstelle des Ehegattensplittings, durch das Frauen erheblich benachteiligt werden, eine gerechte individuelle Besteuerung, und sie setzen sich ein für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer.

 

Zum Hintergrund:

 

Am Freitag, den 20.03., ist Equal Pay Day / Tag der Entgeltgleichheit, der in diesem Jahr in Deutschland zum 2. Mal stattfindet. Um auf die Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland aufmerksam zu machen, hat der BPW Germany e.V., das Frauennetzwerk Business and Professional Women, 2008 den ersten Equal Pay Day / Tag der Entgeltgleichheit in Deutschland initiiert. Weiterführende Informationen unter http://www.equalpayday.de/

 

Die grüne Position können Sie ausführlich nachlesen im Antrag der grünen Bundestagsfraktion vom 10.04.08 „Durchsetzung der Entgeltgleichheit von Frauen und Männern – Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ unter:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/087/1608784.pdf

 

 

19.03.09. LR

URL:http://gruene-hoexter.de/service/archiv/mitteilungen/2009/lohnungerechtigkeit-beenden/