BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

DIE GRÜNEN IM KREIS HÖXTER

Für mehr Kooperationen zwischen Holzminden und Höxter

02.06.21

Die GRÜNEN in Holzminden und Höxter hatten zu einer Online-Veranstaltung zur interkommunalen Zusammenarbeit eingeladen. Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beiderseits der Weser hielten Impulsvorträge.

 

Der Unternehmer und Mitwirker am Corveyer Programm Carl Otto Künnecke, lobte das miteinander Reden und erinnerte daran, dass es in seiner holzmindener Ratszeit oft ein unverständliches Gegeneinander zwischen den Städten gegeben habe. „So wollten einige Ratsvertreter nicht das Weltkulturerbe in Corvey unterstützen, weil Holzminden davon nichts habe. Dieses engstirnige Denken muss sich ändern.“ Von außen betrachtet seien Höxter und Holzminden für die Wirtschaft ein gemeinsamer Innovations- und Zukunftsraum. Dies sah auch Jan Schametat vom gemeinsamen Zukunftszentrum Holzminden-Höxter so und wies auf viele Beispiele der Kooperationen insbesondere zwischen den beiden Fachhochschulstandorten an der Weser hin. „Gemeinsame Projekte reichen von Berufsschulkooperationen bis hin zum gemeinsamen Einsatz gegen die Weserversalzung oder die Atommüllplanung in Würgassen“, erläuterte Ludger Roters von den GRÜNEN im Stadtrat Höxter.

 

Der neue Bürgermeister von Höxter Daniel Hartmann warb für die Landesgartenschau als Gewinn für die ganze Region. Sie sei nicht nur für den Tourismus und die nachhaltige Stadtentwicklung, sondern auch für das Image der Weserregion von hoher Bedeutung. Höxter habe ein starkes Interesse an mehr Kooperationen zwischen den Räten und Bürgermeistern. „Nur gemeinsam finden wir auch bei den Landesregierungen in Düsseldorf und Hannover Gehör.“ Niedersachsens Ex-Agrarminister Christian Meyer lobte das nachhaltige Konzept in Höxter und wies darauf hin, dass es mit Bad Iburg in seiner Amtszeit eine sehr erfolgreiche Gartenschau gegeben habe, von der man lernen könne. Fraktionssprecher Alexander Titze regte unter anderem an, neben einer Verbesserung der Zugtakte Holzminden-Höxter auch den Stadtbusverkehr besser zu verzahnen und nicht nur für die Landesgartenschau auszubauen. Die Städte sollten gemeinsam dafür wirken, wieder eine Schiffsverbindung zwischen Höxter und Holzminden zu etablieren.

 

Mit den Geschäftsführern der Weserstadtwerke-Service GmbH Thorsten Welling und Matthias Bieler gibt es erstmals eine grenzüberschreitende Kooperation bei der Gas- und Wasserversorgung. Sowohl Technik, Reparaturen als auch die gemeinsame Verwaltung und Akquise bringe starke Vorteile durch mehr Experten und günstige Gebühren beiderseits der Weser. Die gemeinsame Gesellschaft habe sich bewährt.

 

Der grüne Bundestagskandidat Helge Limburg zeigte sich begeistert über die vielen Kooperationen an einer Landesgrenze. Dies müsse auch vom Bund mehr unterstützt werden. So gebe es zwar Extra-Fördermittel für grenzüberschreitende Projekte an Bundesgrenzen, aber nicht für Kooperationen an Landesgrenzen.

 

Der Moderator und Holzmindener Landtagsabgeordnete Christian Meyer lobte den Dialog und warnte vor Kirchturmdenken. „Wer alles allein machen will, ist irgendwann allein“, mahnte er. Die grünen Ratsfraktionen werden einen gemeinsamen Antrag in Höxter und in Holzminden in die Räte einbringen, um mehr Zusammenarbeit auch mit Blick auf die Landesgartenschau zu initiieren.



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Kreisverband Ortsverband Höxter