Naturschutz hat Priorität – Interessen der Bevölkerung berücksichtigen
Die Grünen im Kreis Höxter lehnen den Skywalk auf den Hannoverschen Klippen nach wie vor ab. „Der Skywalk ist ein Möchtegern-Leuchtturm, eine Mogelpackung. Die Bevölkerung durchschaut das und lehnt deshalb diese vermeintliche Attraktion ab“, urteilt Herbert Falke, Kreisverbandssprecher der Grünen.
„Es ist unbestritten, dass das Bauwerk an der grandiosen Aussicht vom Klippenkopf nichts verbessern kann. Mit anderen Worten: der Skywalk ist im Grunde überflüssig. Dafür so viel Geld auszugeben, stößt auf entsprechend wenig Verständnis“, kommentiert Herbert Falke.
„Erschwerend kommt ein ganzes Bündel an Interessenkonflikten zwischen Naturschutz, Bevölkerung und beabsichtigten Besucherströmen hinzu. Das hätte dem Kreis Höxter von Anfang an klar sein müssen, und er hätte einen kooperativen Planungsprozess initiieren sollen.“ Das war aber offenbar nicht gewollt, der Skywalk stand nicht wirklich zur Debatte, sondern sollte unbedingt gebaut werden.
Marketingobjekt ohne Überzeugungskraft
So bleibe am Ende eine Aussichtsplattform als reines Marketingobjekt ohne echte Überzeugungskraft und deshalb von zweifelhaftem touristischen und ökonomischen Nutzen. Auch die Stellungnahme der Naturschutzverbände zum Skywalk falle merklich zurückhaltend aus.
Einvernehmliche Lösung für Klippenweg möglich
„Für uns Grüne ist klar, dass im Naturschutzgebiet Hannoversche Klippen der Naturschutz Priorität hat. Gleichzeitig sind wir optimistisch, dass für den Klippenweg eine Lösung gefunden werden kann, die sowohl dem Naturschutz als auch der Bevölkerung gerecht wird, die den Weg seit langen Jahren nutzt“, bezieht Herbert Falke Stellung.
Ohne Überzeugtheit kein Erfolg
Insgesamt begrüßen die Grünen das Naturerlebnisprojekt „Erlesene Natur“. Die zahlreichen Naturschätze des Kreises Höxter der Bevölkerung wie den Touristen nahezubringen, sei von je her Anliegen der Grünen gewesen. Voraussetzung für erfolgreiche Tourismus- und Naturschutzprojekte sei allerdings immer eine enge Abstimmung mit den Betroffenen vor Ort. „Die eigene Bevölkerung muss von einem Vorhaben überzeugt sein, sonst kann es keine günstigen touristischen Effekte entwickeln“, betont Herbert Falke.
08.11.2010
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