Düngemittelhersteller will Genehmigung für Salzpipeline nach Bad Karlshafen beantragen
Auf scharfe Ablehnung der GRÜNEN im Kreis Höxter stößt die Ankündigung des Konzerns Kali und Salz, die Laugenabwässer mit einer Pipeline bis nach Bad Karlshafen zu führen und dort in die Weser einzuleiten. Kali und Salz hatte bekannt gegeben „parallel zur Umsetzung lokaler Maßnahmen auch Genehmigungsanträge für standortferne Entsorgungswege, d.h. Fernleitungen zur Oberweser und zur Nordsee, vorzubereiten.“
Martina Denkner, GRÜNES Kreistagsmitglied: „Da wird uns die Salzeinleitung in Karlshafen als erster Schritt zur Norseepipeline verkauft. Aber niemand garantiert uns, dass diese Pipeline dann jemals wirklich weitergebaut wird!
Fakt ist, die Salzlauge soll exakt bis an die Landesgrenze transportiert und dann genau vor unserer Nase in die Weser geleitet werden. Das ist schon eine sehr fragwürdige Strategie. So werden hessische Gewässer geschont, die Weser in NRW aber wird bis auf unbestimmte Zeit weiter mit der gefährlichen Salzfracht belastet.“
Denkner verweist darauf, dass diese Entwicklung vorhersehbar gewesen sei. Spätestens 2015 kann K+S Teile seiner Laugenabwässer nicht mehr in den Untergrund verpressen. Diese Abwässer belasten dann die Weser ab Karlshafen. Leider habe der Kreis Höxter bisher mehr beschwichtigt als aktiv daran gearbeitet, diese Pläne zu verhindern.
„Der Vorschlag einer kurzen Pipeline bis Bad Karlshafen kann nur als Taktik von K+S gewertet werden, um bei den hessischen Behörden eine günstige Position für weitere beantrage Einleitungs- und Betriebsgenehmigungen zu erlangen“, so Martina Denkner. „Diese Taktik geht aber zu Lasten der Kommunen und der Menschen an der Weser.“
26.08.2011
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