BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

DIE GRÜNEN IM KREIS HÖXTER

Stellungnahme Martina Fahlbusch, Landtagskandidatin und Ratsmitglied im Rat der Stadt Höxter

 

Der kostspielige Unsinn der doppelten Mensa


Die Hauptschule in Höxter bekam vor zwei Jahren eine Mensa. Nun steht, wie der Presse letzte Woche zu entnehmen war, demnächst der Baubeginn einer neuen Mensa bevor. „Klug wäre es gewesen, eine Mensa für alle Schulen, die dort dicht beieinander liegen, zu bauen“, ist die Ansicht von Martina Fahlbusch, Landtagskandidatin der Grünen und Ratsmitglied in Höxter. „Aber das war weder kommunal- noch landespolitisch gewollt“, kritisiert Martina Fahlbusch. „Wo kämen wir auch hin, wenn nach der mühsamen Trennung der SchülerInnen nach der 4. Klasse die Kinder plötzlich mittags aufeinanderträfen, gemeinsam äßen, miteinander redeten und vielleicht auf die Idee kämen, sich zum Spielen zu verabreden. Nein, so einfach gestalten wir uns die Schullandschaft in NRW nicht.“

 

Da werde zuerst einmal viel Geld in eine Schulform gesteckt, um sie künstlich am Leben zu halten. Zum Beispiel mit dem Bau dieser Mensa. Gut geplant, ausbaufähig, falls die Hauptschüleranzahl plötzlich steigen sollte. Diese Anzahl steigt bisher nicht. Aber auch einige SchülerInnen der anderen Schulformen haben, wen wundert´s, mittags Hunger. Sie dürfen aber eigentlich offiziell nicht in diese Mensa, sonst müsste die Stadt Höxter die hohen Zuschüsse des Landes zurückzahlen. Also werden nun andere, bei weitem nicht mehr so üppigen Zuschüsse genutzt, um eine neue Mensa für die Realschule und das Gymnasium zu bauen, keine 100 Meter entfernt zur Hauptschule. Auch wieder ausbaufähig, für weit über 1 Mio. Euro!

 

„Wir leisten uns demnächst bei der schlechten Haushaltslage mit drohendem Haushaltssicherungskonzept zwei Mensen dicht nebeneinander, bei sinkenden Schülerzahlen und einem noch nicht ausgereiften Plan für die Ganztagsschule aller Schulformen“, fasst Martina Fahlbusch die Situation zusammen.

 

„Zum Glück gibt es die verschiedenen Integrationskurse vom Kreis, der Stadt, dem Bündnis für Familien, den Sportvereinen usw.“, merkt die Landtagskandidatin ironisch an. „Dort können sich dann alle wieder treffen, die mit ihrem 10.Lebensjahr in ihre Schulschublade gesteckt wurden!“

 


01.02.2010  MF