BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

DIE GRÜNEN IM KREIS HÖXTER

Grüne aus Holzminden und Höxter verstärken Zusammenarbeit
Gemeinsames Engagement über Grohnde und Weserversalzung hinaus

Zum Wohle der Nachbarstädte wollen die Grünen in Holzminden und Höxter künftig intensiver zusammenarbeiten. Die Situation in Holzminden nach der Kommunalwahl mit rot-grüner Mehrheit und gestärkter grüner Fraktion sei dafür günstig wie noch nie.

 

„Mit Interesse verfolgen wir, was sich derzeit politisch in Holzminden tut“, lobt Ludger Roters, Fraktionssprecher der Grünen in Höxter, die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen vom jenseitigen Weserufer. „Bei der Entwicklung eines Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis und bei den Aktivitäten für die städtische Energiewende ist Holzminden uns voraus. Davon können wir profitieren. Umgekehrt haben wir in Höxter beispielsweise Erfahrungen mit engagierter Behindertenarbeit.“

 

Gesundheitsgefährdung durch AKW Grohnde

 

Auch die Aktivitäten in Bezug auf das Atomkraftwerk Grohnde begrüßen die Grünen in Höxter. „Es ist gut, dass unsere niedersächsischen Parteifreunde ihre Möglichkeiten nutzen, die Gefährdungen durch das Atomkraftwerk aufzudecken und für größere Sicherheit zu kämpfen.“ So drängen die Grünen in Holzminden anlässlich des aktuellen Austausches von Brennelementen in Grohnde darauf, dass endlich alle vorliegenden Strahlenmesswerte veröffentlicht werden. „Im Zuge dieses Wechsels der Brennelemente wird deutlich mehr Radioaktivität an die Umgebung abgegeben, als durch die längerfristig gemittelten Werte ablesbar ist. Hier ist absolute Transparenz und Aufklärung nötig. Schließlich geht es um eine massive Gesundheitsgefährdung der Menschen, die in der Umgebung des AKW leben. Grenzwerte sind ständig einzuhalten“, sind sich die Grünen beiderseits der Weser einig.

 

Grüne Regierungsbeteiligung als Hoffnung für die Weser

 

Zur Bekämpfung der Weserversalzung planen die Grünen der Nachbarstädte gemeinsame Aktionen. „Hier geht die Vernetzung über unsere beiden Städte und Bundesländer hinaus und umfasst Grüne am gesamten Flusssystem“, macht Christian Meyer, Mitglied der Stadtratsfraktion Holzminden und gleichzeitig Landtagsabgeordneter, deutlich. „Im Unterschied zu allen anderen Parteien in Niedersachsen sprechen sich auch die dortigen Grünen für die Nordsee-Pipeline aus“, betont Ludger Roters. „Deshalb hoffen wir auch auf die kommende Landtagswahl in unserem benachbarten Bundesland. Mit Grüner Regierungsbeteiligung besteht die Chance, dass Niedersachsen seine Blockadehaltung verlässt und die Weser wieder zum Süßwasserfluss wird.“

 

Darüber hinaus gebe es viele gemeinsame Themen für Holzminden und Höxter, die die Grünen nach und nach zusammen angehen wollen. Wirtschaftsraum, Tourismus, Verkehrsanbindung, Demografie, Hochschulstandorte, Kultur und Sport sind einige Stichworte. „Die Landesgrenze ist sicherlich für die eine oder andere Thematik ein Hindernis. Wir sind aber gewillt, überall, wo es möglich und aus grüner Sicht sinnvoll ist, die Kooperation der beiden Städte zu stärken und Konfrontationen zu überwinden“, betonen die Grünen diesseits und jenseits der Weser.

 

 

24.04.2012